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Mitarbeit erspart Nacharbeit!

Schüler, die mitschreiben, merken sich nachweislich mehr

Lehrer Mitschreiben

Kein Schüler kann sich nur durch Zuhören viel merken. Das weiß jeder Pädagoge und versucht daher, Themen zu visualisieren und Hilfestellungen zu leisten. Ein ebenso althergebrachter wie effizienter Weg, um besser zu verstehen und sich an den Unterrichtsstoff zu erinnern, ist das Mitschreiben im Unterricht.

Tatsächlich sollten Lehrerinnen und Lehrer ihre Schüler schon frühzeitig anregen, während des Unterrichts mitzuschreiben. Denn diese einfache Technik fördert nachweislich den Lernerfolg, indem sie die Passivität des Zuhörens durchbricht. Dabei steigt die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns und unterbindet gleichzeitig die Langeweile, die auch dann aufkommen kann, wenn die Gedanken des Schülers schneller sind als der Vortrag des Lehrers.

Vieles spricht fürs Mitschreiben: Schüler, die mitschreiben, müssen sich konzentrieren. Sie müssen sich zwingen genau zuzuhören. Und wer genau zuhört, der versteht die Unterrichtsinhalte und unterscheidet obendrein zwischen dem relevanten und dem weniger relevanten Schulstoff.

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Außerdem bietet das Mitschreiben weitere wichtige Vorteile. So fällt während des Mitschreibens sofort auf, wenn man etwas nicht versteht. Im Idealfall führt das dazu, dass nachgefragt wird und somit auch insgesamt die Beteiligung am Unterricht steigt. Die Lehrerin oder der Lehrer erhält somit eine wirksame Kontrollmöglichkeit, ob er den Unterrichtsstoff wiederholen und vertiefen muss.

Ein weiterer großer Pluspunkt des Mitschreibens betrifft die Hausaufgaben. Mitschreibenden Schülern fallen die Hausaufgaben leichter, weil sie nicht mehr mühsam nacharbeiten müssen. Weder bei den Hausarbeiten noch vor der nächsten Klassenarbeit.

 

Dennoch will auch das Mitschreiben erst einmal gelernt sein. Grundsätzlich gilt die Regel:

Qualität vor Quantität. Im Einzelnen sollten die Schüler folgende konkreten Punkte beachten, da sie den Lernerfolg beim Mitschreiben ganz entscheidend mit bestimmen.

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1. Nicht alles notieren, was im Unterricht gesagt wird.

2. Vereinbaren Sie ggfs. Signalwörter mit Ihren Schülern, um ihnen das Mitschreiben zu 
    erleichtern, z.B. „besonders wichtig“, „erstens... zweitens... drittens..“.

3. Zunächst sollten Schüler in Ruhe zuhören und versuchen, den Unterrichtsstoff zu 
    verstehen.

4. Konzentration auf das Wesentliche kann geübt werden, z.B. im Zusammenhang mit 
    dem Erkennen von Sinnabschnitten oder wenn es um Zusammenfassungen geht.

5. Schüler sollten den Mut fassen, sinnvolle Abkürzungen und ausdrucksstarke 
    Kurzsätze zu verwenden.

6. Strukturierte Notizen erleichtern die Arbeit. Vielleicht können Sie Ihren Schülern bei 
    Gelegenheit eine beispielhafte Mitschrift zeigen. Sie enthält das Datum, das Thema 
    der Stunde, einen ausreichend großen Rand, Symbole für offene Fragen und wichtige 
    Abschnitte.

7. Gutes Mitschreiben macht sich später im Beruf ebenso bezahlt wie in der Schule. Und 
    nicht zuletzt schult Mitschreiben das strukturierte Denken! Ermutigen Sie Ihre 
    Schüler, es gezielt zu trainieren!

 
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