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Lernen kannst du lernen!

Warum man sich manches unbewusst merkt und anderes büffeln muss

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Wusstest du, dass viele Genies schlechte Schüler waren? Albert Einstein schaffte sein Abitur nicht. Dem späteren Chemiker Justus von Liebig bescheinigte der Rektor, er sei eine „Plage für Pädagogen“. Und der Lehrer von Thomas Alva Edison nannte ihn vor der ganzen Klasse einen Hohlkopf. Edison betrat nie wieder eine Schule und ging später als Erfinder der Glühbirne in die Geschichte ein. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Es gibt viele berühmte Schulversager. Trotzdem haben sie irgendwann nach der Schule ganz ohne Druck freiwillig weiter gelernt. Wie kommt das?

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Forscher sagen: Zum Lernen braucht jeder Lust. Kinder sind nicht wie Computer, die wir mit Daten füttern können. Kinder und Jugendliche brauchen positive Eindrücke, die das Lernen erleichtern und es zum Spaß werden lassen.

Jetzt fragst du dich, wie das geht? Ganz wichtig ist, dass du dich beim Lernen und zum Beispiel nach Klassenarbeiten gut fühlst. Wer für Fortschritte gelobt wird, freut sich auf die nächste Aufgabe. Er will weiterlernen und wird immer besser. Wer dagegen ständig auf Fehler aufmerksam gemacht wird, traut sich immer weniger zu und wird langsam immer schlechter.

 

Das heißt: Lernen muss Spaß machen.

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Weil wir Menschen aber alle unterschiedlich sind, macht jedem etwas anderes Spaß. Grundsätzlich sprechen Forscher von drei Lerntypen: vom Bewegungstyp, vom Hörtyp und vom Sehtyp – und natürlich gibt es auch Mischtypen. So gibt es Menschen, die können sich am leichtesten merken, was sie einmal gehört haben. Dann gibt es andere, die brau-chen ein Bild oder eine Zeichnung, um etwas zu verstehen. Es gibt Kinder, die lernen nur dann gut, wenn sie ihren Lehrer/ihre Lehrerin mögen. Andere fühlen sich durch Gesellschaft gestört und lernen am liebsten allein am Computer. Welcher Lerntyp du bist, wurde schon festgelegt, als du noch ein Baby warst. Vielleicht hat dir Zuhören schon immer viel Spaß gemacht und deshalb hast du gern und viel zugehört und so deinen Hörsinn weiter entwickelt als deinen Seh- oder Bewegungssinn.

 

Achte doch einmal darauf, wie du lernst und was genau dir Spaß macht. Wenn du dich dann mit deinen Freunden vergleichst, kannst du selbst herausfinden, wo deine Stärken liegen. Und die kannst du dann später bewusst nutzen:

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• Wenn du Bilder, Zeichnungen usw. brauchst, um etwas gut zu verstehen, kannst du  
   dir später zu schwierigen Themen eine Skizze machen.

• Wenn dir das Zuhören liegt, sprich doch deine Vokabeln auf Band und höre sie danach 
   ab.

• Solltest du Bewegung brauchen, um dich zu konzentrieren, dann wippe auf 
   deinem Stuhl, lerne im Gehen oder mache 
   regelmäßige Bewegungspausen. 

Schüler Lernen 5

In der Schule und später an der Universität hat es der Bewegungstyp am schwersten. Er möchte nicht gern lange zuhören, sondern alles Wissen lieber ausprobieren und in die Praxis umsetzen. Um etwas wirklich zu begreifen, braucht er das Fühlen, Testen und die Aktion. Das geht sicher in Fächern wie Biologie, Chemie und Physik ganz gut. Aber in vielen anderen Fächern kann es sein, dass der Bewegungstyp als schlechter Schüler gilt, obwohl er ja nicht dümmer als andere Kinder ist. Und dem Sehtypen, der sich Geschriebenes gut merken kann, geht es oft im Sport und in kreativen Fächern (Musik und Kunst) nicht so gut. Das ist völlig normal!

Wenn du aber meinst, deine Schwierigkeiten in der Schule sind größer als bei deinen Freunden, solltest du aufmerksam sein. Vielleicht fällt dir das Lesen auch nach der Grundschulzeit noch sehr schwer. Oder du quälst dich mit Zahlen herum und verrechnest dich ganz oft. Dann ist es möglich, dass du eine so genannte Lernschwäche hast. Das wäre längst kein Zeichen von Dummheit. Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche müssen nur ihre eigene Art zu lernen finden. Es kann sein, dass sie länger brauchen zum Lernen als andere Kinder. Es kann passieren, dass lernschwache Kinder manchmal etwas hinter der Klasse hinterher hinken. Aber mit der Hilfe deiner Eltern und Lehrer kannst du das immer wieder aufholen – Hauptsache, du verlierst nicht den Spaß am Neuen!

 

 

 

 
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