Gegen die Leere im Kopf und die Angst im Bauch
Mit guten Gedanken kannst du deine Prüfungsangst überwinden

Hast du manchmal ein ungutes Gefühl vor Klassenarbeiten? Machst du dir Sorgen darüber, dass du eine schlechte Note bekommen könntest? Wenn ja, dann ist das völlig normal. Die meisten Schüler machen sich vor Prüfungen Gedanken darüber, was alles passieren kann. Es gibt Psychologen, die sagen, dieses Gefühl sei sogar gut. Denn nur mit einer gewissen Angst nehmen die Schüler die Prüfung nicht auf die leichte Schulter, sie lernen ausreichend und schaffen deshalb auch eine gute Note.
Schlecht ist es nur, wenn dieses ungute Gefühl zu stark wird. Wenn du vor lauter Anspannung nicht richtig lernen kannst und du in der Klassenarbeit Herzklopfen, feuchte Hände, Leere im Kopf und zittrige Knie bekommst. Dann solltest du darüber mit deinen Eltern reden.
Denn in diesem Fall sprechen Wissenschaftler von einer Prüfungsangst, die soviel Prüfungsstress verursachen kann, dass die Vorbereitung und die Klassenarbeit viel schlechter laufen, als sie eigentlich müssten. Wer übergroße Ängste hat, der verkrampft leichter und hat im schlimmsten Fall sogar eine Leere im Kopf. Das nennt man einen Blackout, der bewirkt, dass man Aufgaben plötzlich nicht mehr lösen kann, die vorher noch ganz einfach erschienen.

Aber keine Sorge: Gegen Prüfungsangst kann du etwas unternehmen. Ganz wichtig ist es, die schlechten Gedanken zu vertreiben. Wer nur daran denkt, es nicht zu schaffen, der ist während der Arbeit abgelenkt und womöglich nicht locker genug, um sich optimal konzentrieren zu können. Also bereite dich so gut vor, wie du kannst und sage dir: Ich habe gelernt und geübt, also werde ich diese Klassenarbeit auch noch schaffen. Dieser Gedanke macht dich locker.
Selbst, wenn es trotzdem mal nicht so gut läuft, ist das immer noch kein Beinbruch. Schließlich bekommst du immer wieder die Möglichkeit, dich zu verbessern. Also noch einmal zusammengefasst: Es ist gut, Respekt und eine gewisse Unruhe vor einer Klassenarbeit oder einer mündlichen Prüfung zu haben. Unnötig ist aber, Angst vor einer Prüfung zu haben und sich auszumalen, was alles schief laufen könnte. Also denke lieber daran, dass du ein toller Kerl oder ein tolles Mädchen bist. Du hast schon jede Menge Tests und Klassenarbeiten geschafft. Du hast in deinen Schuljahren bereits ganz viel gelernt und du brauchst dich deshalb vor keiner Prüfung der Welt zu fürchten.
Nach der Prüfung darfst du abschalten. Du hast dein Bestes gegeben! Zur Belohnung darfst du heute sicherlich etwas machen, was dir besonders Spaß macht.
Tipps vor einer Prüfung:
• Fange immer 6 Tage vor einer Prüfung an dich vorzubereiten.
• Zuerst sammelst du alle Unterlagen und achtest darauf, dass du genau weißt, worum
es in der Arbeit gehen wird.
• Vom 2. bis zum 4.Tag lernst du den Stoff.
• Am 5. Tag wiederholst du alles.
• Am 6. Tag hast du frei, dein Kopf kann ausruhen und speichert alles Gelernte ab,
bevor du die Klassen¬arbeit am 7. Tag schreibst.

Kurz vor der Prüfung:
• Du bist vorbereitet und kannst ruhig in die Prüfung gehen.
• Du und deine Freunde macht euch gegenseitig Mut. Geh’ Mitschülern aus dem Weg,
die sich und andere verrückt machen!
• Denke in der Pause vor der Prüfung an etwas Schönes und schaue jetzt nicht mehr
hektisch in Hefte und Bücher.
• Vielleicht kannst du in der Pause noch etwas toben, das baut Stress ab.
• Wenn du merkst, dass du nervös wirst und schlechte Gedanken in deinem Kopf
kreisen, sage in Gedanken „STOPP! Ich schaffe das!“ und atme drei Mal so tief ein und
aus, wie du kannst.




